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EN2 Portugal von Nord nach Süd (Chaves → Faro)

Portugals Route 66: 735 Kilometer auf einer einzigen Straße einmal quer durchs ganze Land. Von Chaves an der spanischen Grenze bis nach Faro an der Algarve durchquerst du sämtliche Landschaften Portugals: Gebirge, Korkeichenwälder, die Weiten des Alentejo und Olivenhaine. Die komplette Route findest du auf der Karte, inklusive GPX-Download für dein Navi und von Motorradfahrern geprüften Unterkünften alle paar hundert Kilometer.

Distanz
734,7 km
Höchster Punkt
1.076 m
Höhenmeter
5.608 m
Beste Monate
Apr–Jun, Sep–Okt

Die Route

Die EN2 (Estrada Nacional 2) verläuft über 735 km fast kerzengerade von Nord nach Süd, von Chaves im äußersten Norden bis nach Faro an der Südküste. Vierundzwanzig Wegpunkte liegen an der Strecke, darunter Vila Real, Régua, Viseu, der Korridor von Coimbra, Sertã, Abrantes, Ponte de Sor, Montemor-o-Novo, Évora, Ferreira do Alentejo, Almodôvar und schließlich Faro. Die Marker auf der Karte zeigen bikerfreundliche Unterkünfte entlang der gesamten Route, die von anderen Motorradfahrern getestet wurden.

Route line Start / finish Highest point

3 verified stays within 30 km of the route. Click a stay pin to see details. Know one that should be here?

GPX herunterladen (81 KB)

Funktioniert mit Garmin, TomTom, BMW Navigator, Calimoto, Kurviger, komoot, MyRouteApp. Als Track importieren, um exakt unserer Linie zu folgen. Straßendaten von OpenStreetMap (ODbL), Höhendaten von SRTM.

Track oder Route, so lädst du das in dein GPS

Was du herunterlädst, ist ein GPX Track, eine dichte, auf die Straße gesnappte Spur der exakten Linie mit Höhe an jedem Punkt. Es ist keine GPX Route (eine kurze Liste von Wegpunkten, zwischen denen dein Gerät neu plant). Tracks bewahren unsere Straßenwahl, Routen lassen das Gerät selbst entscheiden und schicken dich schnell auf eine langweilige Autobahn.

So nutzt du es auf deinem Navi:

  • BMW Navigator / Garmin Zumo / zumo XT: als Track importieren, dann Convert to Route (oder Trip Planner, neue Tour aus dem Track), wenn du Abbiegehinweise willst. Recalculation ausgeschaltet lassen, damit es auf unserer Linie bleibt.
  • TomTom Rider: GPX in MyDrive importieren, es lädt als Track oder Reiseroute. Follow the exact route aktivieren, damit nicht neu geplant wird.
  • Calimoto: GPX öffnen und Import as tour wählen, Calimoto folgt der Tracklinie.
  • Kurviger / komoot / MyRouteApp: GPX öffnen und Import as track wählen, um die Straßenwahl zu behalten. Import as route nur, wenn die App für dein Motorradprofil neu planen soll.
  • Google Maps / Apple Maps: lesen kein GPX. Nutze die Karte auf dieser Seite oder importiere die Datei zuerst in eine GPX fähige App.

Faustregel: fragt dein Gerät "Track oder Route?", wähle Track für unsere exakte Linie, Route nur, wenn das Gerät neu planen soll.

Höhenprofil

Von ~16 m am Fuß bis 1.076 m oben, 5.608 m Gesamtanstieg auf der ganzen Route.

1.076 m546 m16 m0 km367 km734,7 km

Plane mindestens vier Tage für die Tour ein, besser fünf. Aufgrund der Geografie Portugals kreuzt die EN2 ebenso viele Klimazonen wie Landschaften: Wenn du in Chaves im T-Shirt losfährst, wirst du in der Serra de Aire froh über eine Zwischenschicht sein, bevor du bei Beja wieder im T-Shirt unterwegs bist. Plane deine Übernachtungen in Orten mit bikerfreundlichen Betten und guten Restaurants. Viseu, Abrantes, Évora und Ferreira do Alentejo sind die klassischen vier Etappenziele.

Es ist bewusst eine entschleunigte Strecke. Der Sinn der EN2 ist es schließlich, Autobahnen zu meiden. Das Durchschnittstempo auf der gesamten Route liegt bei etwa 60 km/h, rechne also mit 12 bis 14 Stunden reiner Fahrzeit verteilt auf deine Etappentage. In jedem EN2-Ort kannst du Stempel für deinen Tourenpass sammeln, die meisten Motorrad-Hotels haben an der Rezeption einen Stempel bereitliegen.

Ehrlich gesagt: Der Straßenverlauf

Die EN2 ist Portugal in Zeitlupe. Sie ist keine spektakuläre Passstrasse und keine hochtechnische Herausforderung, sondern die perfekte Route, um ein ganzes Land aus dem Sattel zu erleben. Langgezogene Radien durch die Korkeichenwälder des Alentejo, engere Gebirgsabschnitte durch die Serra de Aire und weitläufige Kilometer entlang von Olivenhainen im Süden. Wer dramatisches Hochgebirge sucht, sollte an Ruhetagen die N222 oder Runden durch die Serra da Estrela fahren. Die EN2 dient dem Genuss und den Weitblicken, nicht dem Nervenkitzel.

Der Belag ist unterschiedlich. Das nördliche Drittel (Chaves bis Viseu) ist hervorragend. Der mittlere Teil (Korridor Coimbra bis Alentejo) wechselt zwischen neu asphaltierten Abschnitten und etwas ausgefahrenem Belag. Das südliche Drittel bis Faro wird wieder deutlich besser. Nichts Gefährliches, aber erwarte einfach keinen durchgehend perfekten Asphalt.

Die optimale Etappenaufteilung

Vier-Tage-Plan: Chaves → Viseu (Tag 1, ~180 km, Berge), Viseu → Abrantes (Tag 2, ~200 km, Wälder und Flusstäler), Abrantes → Évora (Tag 3, ~160 km, hinein ins Alentejo), Évora → Faro (Tag 4, ~200 km, Olivenhaine bis zur Küste). Der Fünf-Tage-Plan enthält einen Ruhetag in Évora, einer UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt, die man am besten einen ganzen Tag lang zu Fuß erkundet.

Alternative: Fahre die Route von Süd nach Nord, um in den Bergen statt am Strand zu enden. Die meisten Motorradfahrer bevorzugen Nord-Süd, damit die Tour mit einem kühlen Sagres-Bier am Atlantik endet, aber die umgekehrte Richtung eignet sich perfekt, wenn du die Rückreise über Sevilla in Spanien planst.

Wetter, Tanken und Ausrüstung

Die besten Monate sind April bis Juni sowie September bis Oktober. Im Juli und August wird es im Alentejo extrem heiß - 38 bis 42 °C sind keine Seltenheit und Schatten gibt es auf der Straße kaum. Zudem sind dann die Reisebusse an den Wegpunkten besonders zahlreich. Im Winter ist der Süden gut zu befahren, aber das nördliche Drittel kann richtig kalt und nass werden.

Tanken ist auf der EN2 unkompliziert, jeder Etappenort hat eine Tankstelle. Der Mobilfunkempfang im Alentejo ist teils lückenhaft, lade dir daher Offline-Karten herunter. Die gesamte Strecke ist mit den charakteristischen EN2-Meilensteinen bestens ausgeschildert, sodass du abgesehen von den Ortszufahrten kaum ein Navi brauchst.

Was du unterwegs sehen solltest

  • Chaves (km 0) - Nördlicher Startpunkt. Römerbrücke, Thermalbäder und das Km-0-Denkmal, das jeder EN2-Fahrer beim Aufbruch fotografiert.
  • Peso da Régua - Hier überquert die EN2 den Douro, ein idealer Ort für eine Pause und das Tor zur N222 für einen Abstecher an einem Ruhetag.
  • Viseu - Beste Übernachtungsmöglichkeit im nördlichen Drittel. Ummauerte Altstadt, hervorragende Restaurants und jedes Hotel weiß, was ein geparktes Motorrad vor der Tür bedeutet.
  • Sertã - Hälfte der Strecke, kleine Bergstadt in der Region Serra da Lousã. Guter Kaffee und ruhiges Flair.
  • Abrantes - Burg hoch über dem Tejo. Halbzeit beim Vier-Tage-Plan und die letzte Bergstadt, bevor sich die Ebenen des Alentejo öffnen.
  • Évora - Hauptstadt des Alentejo und UNESCO-Weltkulturerbe. Römischer Tempel, Knochenkapelle und definitiv einen vollen Ruhetag wert.
  • Almodôvar - Letzter Ort vor dem Abstieg an die Algarve. Kühles Bier und kühler Schatten unter den Platanen auf dem Hauptplatz.
  • Faro (km 735) - Südliches Ziel. Die Lagune Ria Formosa und der Strand, an dem die Straße schließlich endet.

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