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Mani-Halbinsel (Rundtour: Kalamata → Areopoli → Kap Tenaro → Gytheio)

Der südlichste Punkt des europäischen Festlands auf zwei Rädern: 315 Kilometer rund um die Mani-Halbinsel, von Kalamata entlang der Messenischen Küste über Kardamyli und Areopoli, vorbei an den Wehrdörfern von Vathia bis zum Kap Tenaro und über Gytheio an der Ostküste wieder zurück. Die komplette Route auf der Karte, GPX-Track fürs Navi und von Motorradfahrern getestete Unterkünfte rund um Kalamata.

Distanz
315,2 km
Höchster Punkt
1.316 m
Höhenmeter
5.369 m
Beste Monate
Apr–Jun, Sep–Okt

Die Route

Komplette Mani-Runde. An der Westküste nach Süden: Kalamata → Kambos → Kardamyli → Stoupa → Itilo → Areopoli. Weiter zur Südspitze: Pyrgos Dirou → Gerolimenas → Vathia → Kap Tenaro. An der Ostküste zurück: Kokkala → Kotronas → Gytheio, dann über die Ausläufer des Taygetos-Gebirges heimwärts nach Kalamata. Die Pins markieren von Motorradfahrern geprüfte Unterkünfte.

Mehr Zeit als nur ein Wochenende? Die Peloponnes Grand Tour nutzt diese Schleife als fünften Tag und ergänzt sie um das Taygetos-Gebirge, Elafonisos, Monemvasia und die Traumkurven von Leonidio.

Route line Start / finish Highest point
GPX herunterladen (89 KB)

Funktioniert mit Garmin, TomTom, BMW Navigator, Calimoto, Kurviger, komoot, MyRouteApp. Als Track importieren, um exakt unserer Linie zu folgen. Straßendaten von OpenStreetMap (ODbL), Höhendaten von SRTM.

Track oder Route, so lädst du das in dein GPS

Was du herunterlädst, ist ein GPX Track, eine dichte, auf die Straße gesnappte Spur der exakten Linie mit Höhe an jedem Punkt. Es ist keine GPX Route (eine kurze Liste von Wegpunkten, zwischen denen dein Gerät neu plant). Tracks bewahren unsere Straßenwahl, Routen lassen das Gerät selbst entscheiden und schicken dich schnell auf eine langweilige Autobahn.

So nutzt du es auf deinem Navi:

  • BMW Navigator / Garmin Zumo / zumo XT: als Track importieren, dann Convert to Route (oder Trip Planner, neue Tour aus dem Track), wenn du Abbiegehinweise willst. Recalculation ausgeschaltet lassen, damit es auf unserer Linie bleibt.
  • TomTom Rider: GPX in MyDrive importieren, es lädt als Track oder Reiseroute. Follow the exact route aktivieren, damit nicht neu geplant wird.
  • Calimoto: GPX öffnen und Import as tour wählen, Calimoto folgt der Tracklinie.
  • Kurviger / komoot / MyRouteApp: GPX öffnen und Import as track wählen, um die Straßenwahl zu behalten. Import as route nur, wenn die App für dein Motorradprofil neu planen soll.
  • Google Maps / Apple Maps: lesen kein GPX. Nutze die Karte auf dieser Seite oder importiere die Datei zuerst in eine GPX fähige App.

Faustregel: fragt dein Gerät "Track oder Route?", wähle Track für unsere exakte Linie, Route nur, wenn das Gerät neu planen soll.

Höhenprofil

Von ~0 m am Fuß bis 1.316 m oben, 5.369 m Gesamtanstieg auf der ganzen Route.

1.316 m658 m0 m0 km158 km315,2 km

Plant zwei Tage für die Runde ein, wenn ihr unterwegs etwas besichtigen wollt, oder drei Tage, falls Badestopps eingeplant sind. Die Westküste zwischen Kalamata und Areopoli zeigt sich von ihrer sanften, malerischen Seite: Zypressen, Olivenhaine, byzantinische Kapellen und kleine Kiesbuchten. Areopoli markiert den Wendepunkt. Südlich davon verwandelt sich die Natur in kargen Kalkstein, durchsetzt von trutzigen Wohntürmen ehemaliger Fehden, eine raue Schönheit, die fast mehr an Nordafrika als an das übrige Griechenland erinnert.

Das absolute Highlight ist die Strecke von Gerolimenas nach Vathia. Zehn Kilometer kurvenreicher Asphalt schmiegen sich an die Küste und schrauben sich hinauf zu einem Dorf aus Steintürmen des 18. Jahrhunderts, die sich spektakulär auf einem Kamm über dem Ionischen Meer aneinanderreihen. Stellt das Bike am Ortsrand ab und geht zu Fuß weiter, die Gassen im Dorf sind für Esel gedacht, nicht für Motorräder. Fahrt diesen Abschnitt am späten Nachmittag: Das tiefe Licht auf den Festungstürmen ist der Grund, warum die Mani auf jeder Biker-Bucketlist steht.

Wie fährt es sich wirklich?

Der Asphalt auf der Mani ist überraschend gut. Die Westküstenstraße (EO Kalamatas–Areopoli) wurde in den 2010er Jahren neu asphaltiert und bietet erstklassiges mediterranes Küstensurfen: weite Radien, sauber überhöhte Kurven und fast durchgehend Meerblick zur Rechten. Der Abschnitt an der Südspitze (Pyrgos Dirou → Gerolimenas → Kap Tenaro) ist schmaler und stellenweise etwas rauer, stellt normale Straßenreifen aber vor keinerlei Probleme. Die Ostküste (Kap Tenaro → Gytheio) ist am wenigsten befahren und herrlich einsam, perfekt für entspanntes Cruisen im eigenen Rhythmus.

Außerhalb von Juli und August ist hier kaum Verkehr. Selbst in der Hochsaison wirkt die Mani nie überlaufen. Die Strände der Westküste rund um Stoupa füllen sich nachmittags, doch die Halbinsel zählt insgesamt zu den ruhigeren Ecken des griechischen Festlands. Wenn ihr unter der Woche im Juni oder September unterwegs seid, begegnet euch oft eine halbe Stunde lang kein einziges Auto.

Der perfekte Stützpunkt

Kardamyli ist der klassische Ausgangspunkt. Bruce Chatwin und Patrick Leigh Fermor haben über den Ort geschrieben, die Pensionen bieten stilvollen Boutique-Charme und die Tavernen gehören zu den besten der Westküste. Zwei Nächte hier, kombiniert mit einer Übernachtung in der tiefen Mani (Gerolimenas oder Areopoli), bilden die perfekte Aufteilung für die Rundtour.

Kalamata ist die praktische Basis bei der Anreise per Flugzeug: ein internationaler Flughafen, Unterkünfte in jeder Preisklasse und nur 40 Minuten bis zum Einstieg in die besten Kurvenstrecken. Ideal, wenn ihr abends Stadtleben sucht und verlässliche, motorradfreundliche Hotels bevorzugt.

Gerolimenas oder Vathia bieten echtes Abenteuer-Feeling an der Südspitze: ein restauriertes Turmhotel, eine Taverne und direkt das Meer. Unbedingt im Voraus buchen, in beiden Dörfern gibt es insgesamt jeweils nur etwa 20 Zimmer.

Wetter, Reisezeit und Ausrüstung

Die Tour über die Mani verläuft größtenteils auf Höhe des Meeresspiegels bis hinauf auf etwa 500 Meter. Die besten Monate sind April bis Juni sowie September und Oktober: warme Tage, angenehm kühle Abende und freie Straßen. Juli und August sind extrem heiß (über 35 °C auf den Kalkfelsen der tiefen Mani), die Strände voll und auf der Strecke zwischen Areopoli und Kap Tenaro gibt es keinerlei Schatten. Der Winter (November bis März) ist zwar mild und fahrbar, aber feucht, da solltet ihr Regenbekleidung einpacken.

Der Wind ist das unberechenbare Element. An der Südspitze weht im Juli und August oft ein kräftiger Meltemi aus Nord, der selbst schwere Reisetourer ordentlich durchschütteln kann. Bläst er zu stark, fahrt nachmittags an der geschützten Westküste und hebt euch das Kap Tenaro für einen ruhigeren Morgen auf.

Tanken: Vorab in Kalamata, Kardamyli oder Areopoli vollmachen. An der Südspitze gibt es in Gerolimenas eine kleine Tankstelle, danach aber zwischen Vathia und Kotronas an der Ostküste keine mehr. In kleineren Orten solltet ihr immer etwas Bargeld dabeihaben.

Tipps für den Fahrstopp

Kap Tenaro ist der südlichste Punkt des griechischen Festlands. Ein 30-minütiger Fußweg führt vom Parkplatz vorbei an den Ruinen eines römischen Poseidontempels bis zum Leuchtturm. In der antiken Mythologie galt dieser Ort als eines der Tore zur Unterwelt. Der Sonnenuntergang hier ist das perfekte Erinnerungsfoto der Reise.

Die Diros-Höhlen, 8 km südlich von Areopoli, erkundet man per Boot auf einem unterirdischen Fluss. Der 30-minütige Ausflug bietet eine herrliche Abkühlung an heißen Nachmittagen und ist mit seinen Felsformationen die 15 € Eintritt auf jeden Fall wert.

Die Altstadt von Kardamyli liegt 15 Gehminuten vom Hafen entfernt. Hier stehen die imposanten Wehrtürme der Familie Mourtzinos, einem der einflussreichsten Clans der Mani. Am schönsten bummelt es sich hier zum Sonnenuntergang, wenn die Ausflugsbusse abgereist sind.

Was du unterwegs sehen solltest

  • Kardamyli - Stilvoller Stützpunkt an der Westküste. Historische Altstadt aus Stein, die besten Tavernen der Halbinsel und Kieselstrände in Gehweite.
  • Areopoli - Historische Hauptstadt der Mani. Auf dem befestigten Hauptplatz nahm 1821 die griechische Revolution ihren Anfang. Bester Kaffeestopp vor der Weiterfahrt in die tiefe Mani.
  • Pyrgos Dirou (Diros-Höhlen) - Unterirdische Flusshöhle für eine 30-minütige Bootsfahrt. Ideales schattiges Ziel für eine Fahrpause an heißen Tagen.
  • Gerolimenas - Kleine Fischerbucht an der Südwestspitze. Restauriertes Turmhotel und eine urige Taverne, der stimmungsvolle Übernachtungsstopp auf der Südrunde.
  • Vathia - Spektakuläres Wehrdorf auf einem Bergkamm über dem Meer mit dicht aneinandergebauten Steintürmen aus dem 18. Jahrhundert. Am besten im späten Nachmittagslicht fotografieren.
  • Kap Tenaro - Der südlichste Punkt des griechischen Festlands. 30 Minuten Fußweg zum Leuchtturm vorbei am antiken Poseidontempel. Der Sonnenuntergang hier ist das Motiv der Reise.
  • Gytheio - Hafenstadt an der Ostküste, der ideale Kaffeestopp auf dem Rückweg nach Kalamata. Fähre nach Kythira für alle, die ihre Tour verlängern möchten.

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