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Picos de Europa
450 Kilometer asturische und kantabrische Bergstraßen - die Gletscherseen von Covadonga, die Schlucht Desfiladero de los Beyos, der San-Glorio-Pass über den Hauptkamm und der spektakuläre Felskessel von Fuente Dé. Die komplette Rundtour auf der Karte, als GPX für dein Navi und mit motorradfreundlichen Unterkünften, die von anderen Fahrern getestet wurden.
- Distanz
- 448,1 km
- Höchster Punkt
- 1.606 m
- Höhenmeter
- 6.151 m
- Beste Monate
- Mai–Okt
Die Route
Eine Rundtour ab Cangas de Onís: hinauf zu den Seen von Covadonga, südlich durch die Schlucht Desfiladero de los Beyos nach Riaño, über den Gebirgspass Puerto de San Glorio (1.609 m) nach Potes und Fuente Dé, danach zurück zur Küste bei Panes und entlang der Küstenstraße nach Llanes und Ribadesella. Die Stecknadeln markieren motorradfreundliche Unterkünfte, die von anderen Motorradfahrern geprüft wurden.
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Funktioniert mit Garmin, TomTom, BMW Navigator, Calimoto, Kurviger, komoot, MyRouteApp. Als Track importieren, um exakt unserer Linie zu folgen. Straßendaten von OpenStreetMap (ODbL), Höhendaten von SRTM.
Track oder Route, so lädst du das in dein GPS
Was du herunterlädst, ist ein GPX Track, eine dichte, auf die Straße gesnappte Spur der exakten Linie mit Höhe an jedem Punkt. Es ist keine GPX Route (eine kurze Liste von Wegpunkten, zwischen denen dein Gerät neu plant). Tracks bewahren unsere Straßenwahl, Routen lassen das Gerät selbst entscheiden und schicken dich schnell auf eine langweilige Autobahn.
So nutzt du es auf deinem Navi:
- BMW Navigator / Garmin Zumo / zumo XT: als Track importieren, dann Convert to Route (oder Trip Planner, neue Tour aus dem Track), wenn du Abbiegehinweise willst. Recalculation ausgeschaltet lassen, damit es auf unserer Linie bleibt.
- TomTom Rider: GPX in MyDrive importieren, es lädt als Track oder Reiseroute. Follow the exact route aktivieren, damit nicht neu geplant wird.
- Calimoto: GPX öffnen und Import as tour wählen, Calimoto folgt der Tracklinie.
- Kurviger / komoot / MyRouteApp: GPX öffnen und Import as track wählen, um die Straßenwahl zu behalten. Import as route nur, wenn die App für dein Motorradprofil neu planen soll.
- Google Maps / Apple Maps: lesen kein GPX. Nutze die Karte auf dieser Seite oder importiere die Datei zuerst in eine GPX fähige App.
Faustregel: fragt dein Gerät "Track oder Route?", wähle Track für unsere exakte Linie, Route nur, wenn das Gerät neu planen soll.
Höhenprofil
Von ~3 m am Fuß bis 1.606 m oben, 6.151 m Gesamtanstieg auf der ganzen Route.
Die Picos de Europa sind zwar nicht das höchste Gebirge Spaniens, dafür aber das beeindruckendste auf engstem Raum: Drei verkarstete Kalksteinmassive ragen steil aus dem Atlantik empor, getrennt von drei tiefen Schluchten - Cares, Deva und Sella -, durch die sich herrliche Straßen schlängeln. Diese Rundtour steuert jede Seite an, ohne dass man eine Strecke doppelt fahren muss.
Zwei Tage sind eine ehrliche Planung. Cangas de Onís und Potes eignen sich beide hervorragend als Basislager für die Übernachtung - von Cangas aus startet man morgens direkt in den Aufstieg nach Covadonga, während Potes direkt am Fuße von Fuente Dé liegt.
Ehrliche Worte zur Strecke
Das hier ist unterschätztes Revier für Motorradfahrer. Die N-621 durch die Schlucht Desfiladero de los Beyos gehört zu den schönsten Schluchtstraßen Europas - schmal, kurvenreich, mit dem Fluss Sella in der Tiefe und 300 Meter hohen Felswänden über dem Helm. Der San Glorio ist ein richtiger Pass auf alpinem Niveau, den kaum ein ausländischer Biker kennt. Auf der Küstenstraße entlang der Costa Verde wechselt das Panorama schließlich von schroffen Bergen zu Steilküsten und grün-blauen Atlantikbuchten.
Das Verkehrsaufkommen ist typisch spanisch: unter der Woche entspannt, im August voll. Das einzige Nadelöhr ist die Auffahrt zu den Seen von Covadonga an Sommerwochenenden. Wenn du die Seen gleich früh morgens ansteuerst, gehört der Rest der Strecke fast dir allein.
Cangas de Onís oder Potes als Basislager
Cangas liegt auf der asturischen Seite - ein Wallfahrtsort mit römischer Brücke, vielen traditionellen Sidrerías und direktem Zugang nach Covadonga. Potes befindet sich auf der kantabrischen Seite - kleiner, mittelalterlich geprägt und nur 20 Minuten von Fuente Dé entfernt. Die ideale Route: Eine Nacht in Cangas schlafen, die Runde im Uhrzeigersinn fahren, die zweite Nacht in Potes verbringen und am nächsten Morgen über die Küstenstraße zurückfahren.
Wetter, Tanken und Cider
Die Tour ist von Mai bis Oktober fahrbar, wobei auf den hohen Passstraßen bis in den Juni und ab Ende Oktober wieder Schnee liegen kann. Das Wetter an der Küste ist atlantisch geprägt - Regen und Nebel sind selbst im Sommer möglich. In den Bergen reißt der Himmel dagegen oft auf. Tankstellen gibt es an der Küste sowie in Cangas, Riaño und Potes problemlos. Zwischen Riaño und Potes kommt allerdings lange nichts, also vorher vollmachen.
Das hier ist die Heimat des Ciders - der asturische Sidra wird 'escanciada' ausgeschenkt (aus großer Höhe ins Glas geschüttet, um ihn zu belüften) und in jedem Lokal entlang der Route serviert. Genieße ihn allerdings erst nach der Tour, nicht davor.
Was du unterwegs sehen solltest
- Lagos de Covadonga (1.100 m) - Zwei Gletscherseen oberhalb der Wallfahrtsbasilika. Im Sommer ist die Auffahrt gebührenpflichtig oder gesperrt, ansonsten erwartet dich ein 12 km langer Anstieg voller Serpentinen.
- Desfiladero de los Beyos - Die Sella-Schlucht an der N-625 - schmal, kurvenreich und absolut spektakulär.
- Stausee von Riaño - Das alte Dorf versank 1987 im Stausee, das neue wurde darüber erbaut - der Ausblick vom Bergrücken über den See ist die Anfahrt wert.
- Puerto de San Glorio (1.609 m) - Gebirgspass über den Hauptkamm von León nach Kantabrien. Weite Kurven, ein gemütliches Café auf der Passhöhe und das klassische Fotomotiv mit den Picos im Hintergrund.
- Fuente Dé - Seilbahn direkt an einer 800 Meter hohen Felswand hinauf zu einem Aussichtspunkt auf 1.850 m. Motorrad abstellen, hochfahren, Aussicht genießen und weiter geht's.
- Llanes & die Costa Verde - Fischerstadt auf dem Rückweg. Felsige Buchten und gemütliche Sidrerías direkt am Hafen.
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