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Zagori & Vikos-Schlucht (Rundtour Ioannina → Papingo → Metsovo)
Griechenlands ruhigste Hochgebirgsecke: 355 Kilometer voller Kurven im zweiten und dritten Gang durch 46 steinbauliche Dörfer, über gewölbte osmanische Brücken, entlang des Rands der tiefsten Schlucht der Welt und hinauf nach Metsovo auf 1.200 m. Komplett mit Karte, GPX-Track und von Motorradfahrern erprobten Unterkünften rund um Ioannina.
- Distanz
- 355,4 km
- Höchster Punkt
- 1.724 m
- Höhenmeter
- 7.399 m
- Beste Monate
- Apr.–Okt.
Die Route
Rundtour von Ioannina über den Westrand der Vikos-Schlucht durch Monodendri und das Dorf Vikos, hinüber nach Aristi und Papingo unterhalb der Astraka-Felswände, dann östlich über das Zagori-Plateau via Kipoi, Kapesovo und Vradeto nach Tsepelovo. Von dort hinab nach Metsovo auf der E92 und zurück nach Ioannina. Die Marker zeigen von Fahrern geprüfte motorradfreundliche Unterkünfte.
Funktioniert mit Garmin, TomTom, BMW Navigator, Calimoto, Kurviger, komoot, MyRouteApp. Als Track importieren, um exakt unserer Linie zu folgen. Straßendaten von OpenStreetMap (ODbL), Höhendaten von SRTM.
Track oder Route, so lädst du das in dein GPS
Was du herunterlädst, ist ein GPX Track, eine dichte, auf die Straße gesnappte Spur der exakten Linie mit Höhe an jedem Punkt. Es ist keine GPX Route (eine kurze Liste von Wegpunkten, zwischen denen dein Gerät neu plant). Tracks bewahren unsere Straßenwahl, Routen lassen das Gerät selbst entscheiden und schicken dich schnell auf eine langweilige Autobahn.
So nutzt du es auf deinem Navi:
- BMW Navigator / Garmin Zumo / zumo XT: als Track importieren, dann Convert to Route (oder Trip Planner, neue Tour aus dem Track), wenn du Abbiegehinweise willst. Recalculation ausgeschaltet lassen, damit es auf unserer Linie bleibt.
- TomTom Rider: GPX in MyDrive importieren, es lädt als Track oder Reiseroute. Follow the exact route aktivieren, damit nicht neu geplant wird.
- Calimoto: GPX öffnen und Import as tour wählen, Calimoto folgt der Tracklinie.
- Kurviger / komoot / MyRouteApp: GPX öffnen und Import as track wählen, um die Straßenwahl zu behalten. Import as route nur, wenn die App für dein Motorradprofil neu planen soll.
- Google Maps / Apple Maps: lesen kein GPX. Nutze die Karte auf dieser Seite oder importiere die Datei zuerst in eine GPX fähige App.
Faustregel: fragt dein Gerät "Track oder Route?", wähle Track für unsere exakte Linie, Route nur, wenn das Gerät neu planen soll.
Höhenprofil
Von ~440 m am Fuß bis 1.724 m oben, 7.399 m Gesamtanstieg auf der ganzen Route.
Das hier ist keine Strecke zum Rasen. Die Zagori-Region besteht aus 46 Dörfern mit Natursteindächern, geschwungenen Brücken aus dem 18. Jahrhundert aus osmanischer Zeit und Kehren, bei denen Genießen vor Schräglage geht. Nimm dir zwei Tage Zeit: einen für den westlichen Rand (Monodendri → Papingo → zurück), einen für den östlichen Teil (Kipoi → Vradeto → Tsepelovo → Metsovo). Oder verbinde beides zu einer langen Tagestour, wenn du dein Quartier in Ioannina hast.
Das absolute Highlight ist die Straße hinauf nach Megalo Papingo. Auf den letzten 12 km schlängelt sich der Asphalt durch Kiefernwälder hinauf zu einem Dorf aus Natursteinhäusern direkt am Fuße der Astraka-Wand, wo 2.436 Meter senkrechter Kalkstein über dir aufragen. Parke auf dem Dorfplatz, spaziere bei warmem Wetter 10 Minuten zu den natürlichen Felsenpools und du wirst verstehen, warum Griechen, die diese Ecke kennen, nicht mehr auf die Inseln fahren.
Ehrlich gesagt: Die Straßenverhältnisse
Griechischer Gebirgsasphalt ist wechselhaft: meist gut, gelegentlich geflickt, selten gefährlich. Die Straßen in der Zagori-Region wurden in den letzten zehn Jahren für den Tourismus kontinuierlich ausgebaut. Die Hauptrouten (Ioannina → Monodendri → Papingo sowie die östliche Schleife über Kipoi nach Tsepelovo) sind in gutem Zustand. Die Stichstraßen nach Vradeto und in einzelne Bergdörfer werden schmaler und rauer - fahre sie im entspannten griechischen Tempo, nicht wie auf einer Alpenpass-Hetzjagd.
Der geringe Verkehr ist der Hauptgrund, hierher zu kommen. Selbst im Juli ist Zagori im Vergleich zu Meteora oder Kreta wie leergefegt. Die meisten Touristen kennen die Region nicht einmal, und diejenigen, die kommen, reisen meist mit dem Auto für eine Übernachtung in Papingo an. Wenn du unter der Woche fährst, gehören dir die Serpentinen fast alleine. Am Wochenende kommen Ausflügler aus Ioannina, aber das ist kein Vergleich zu einem überlaufenen Gebirgspass in den Alpen.
Der beste Ausgangspunkt
Ioannina ist der praktische Stützpunkt: Eine lebendige Stadt am See mit 100.000 Einwohnern, kompletter Infrastruktur, einer stimmungsvollen osmanischen Altstadt am Wasser und nur 45 Minuten von den besten Kurvenstrecken entfernt. Ideal, wenn du abends Stadtleben suchst und Wert auf einen sicheren Stellplatz legst.
Papingo (Megalo oder Mikro) ist das Postkarten-Motiv: Naturstein-Gästehäuser direkt unter der Astraka-Wand, eine Hauptstraße, kein Durchgangsverkehr. Mit zwei Übernachtungen hier kannst du die Ostschleife als Tagestour fahren und morgens gemütlich auf der Steinterrasse frühstücken. Im Juli und August unbedingt im Voraus buchen.
Metsovo (am östlichen Ende der Schleife) ist die dritte Option: Ein aromatisches Bergdorf der Aromunen an der E92 mit hervorragenden Tavernen und gemütlicher Atmosphäre in der Nebensaison. Perfekt kombinierbar mit einer Weiterfahrt nach Süden Richtung Meteora am nächsten Tag.
Wetter, Höhe und Ausrüstung
Die Route verläuft größtenteils zwischen 700 und 1.400 m Höhe. Die höchsten Abschnitte der Runde (das Vradeto-Plateau, die Passstraße der E92 nach Metsovo) erreichen fast 1.700 m. Selbst im Juli ist es morgens alpenähnlich frisch, also pack eine warme Zwischenschicht ein. Von Juni bis August kommt es nachmittags in den Bergen häufig zu Gewittern. Fahre freiliegende Abschnitte am besten morgens und nutze die geschützten Dorfstraßen für den Nachmittag.
Im Winter sind einige der höheren Stichstraßen (Vradeto, der Anstieg zum Astraka-Ausgangspunkt) von November bis März gesperrt, die Hauptschleife bleibt jedoch das ganze Jahr über befahrbar. Die ideale Saison reicht von April bis Oktober, wobei Mai und September mit leeren Straßen und angenehm warmen Temperaturen die absolute Empfehlung sind.
Tanken: In Ioannina oder Metsovo vollmachen. Kleine Tankstellen gibt es noch in Konitsa (nördlich der Runde) und entlang der E92, auf den Stichstraßen in Zagori selbst jedoch nicht. Der Mobilfunkempfang in den Schluchten ist teils lückenhaft, lade dir daher Offline-Karten herunter.
Tipps für Zwischenstopps
Die osmanischen Steinbrücken rund um Kipoi sind das Wahrzeichen der Region: Die dreibogige Plakidas-Brücke, die einbogige Kokkorou-Brücke und die dreibogige Kalogeriko-Brücke liegen alle innerhalb von 15 Minuten voneinander entfernt, sind gut ausgeschildert und jeweils in 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Kamera nicht vergessen.
Der Beloi-Aussichtspunkt bei Vradeto bietet einen spektakulären Blick in die Vikos-Schlucht und ist nur ein 20-minütiger Spaziergang von der Straße in Vradeto entfernt. Der Blick 900 Meter senkrecht hinab zur Schlucht ist das klassische Zagori-Fotomotiv. Am besten morgens einplanen, bevor es dunstig wird.
Die Altstadt von Ioannina direkt am See lohnt sich für einen entspannten Abend: Byzantinische Festungsmauern, ein per Boot erreichbares Inselkloster und das beste Baklava Nordgriechenlands in den traditionellen Läden nahe der Zitadelle.
Was du unterwegs sehen solltest
- Monodendri - Dorf am südlichen Rand am Eingang der Vikos-Schlucht. Traditionelle Steinhäuser, das atemberaubend an der Felswand hängende Kloster Agia Paraskevi und Ausgangspunkt für die klassische Schluchtenwanderung.
- Vikos village viewpoint - Dorf am Westrand mit dem besten kostenlosen Aussichtspunkt in die Schlucht: Kein Eintritt, einfach zum Kirchplatz spazieren und nach Osten blicken.
- Megalo Papingo - Malerisches Dorf unterhalb der Astraka-Wand. Naturstein-Gästehäuser, gemütlicher Tavernenplatz, unten der Fluss Voidomatis. Perfekter Ort zum Übernachten.
- Kipoi stone bridges - Gruppe von drei osmanischen Bogenbrücken aus dem 18. Jahrhundert im Umkreis von 15 Minuten. Alle ausgeschildert und leicht erreichbar.
- Vradeto plateau - Höchstgelegenes bewohntes Dorf der Runde auf ca. 1.340 m. Vom Parkplatz führt ein 20-minütiger Fußweg zum Beloi-Aussichtspunkt mit 900 Meter Tiefblick in die Schlucht.
- Tsepelovo - Dorf im östlichen Zagori an der Straße hinab nach Metsovo. Ideal für eine Kaffeepause mit traumhaftem Blick auf das Tymfi-Massiv vom Dorfplatz aus.
- Metsovo - Bergdorf der Aromunen auf 1.160 m an der E92. Hervorragende Tavernen, traditionelle Schafskäse-Läden und die natürliche Verbindung gen Osten Richtung Meteora.
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